Zitronensäure (alternative Schreibweise: Citronensäure) ist eine
wasserlösliche, farblose, organische Säure, die in Pflanzen vorkommt. In
der Chemie trägt Citronensäure das Zeichen C6H8O7. Als Fruchtsäure ist
Citronensäure ein Stoffwechselprodukt aller Organismen und kommt in
zahlreichen Nahrungsmitteln natürlich vor. So enthält der Direktsaft
einer Zitrone zum Beispiel circa 6% Zitronensäure und auch in
verschiedenen Früchten, wie Birnen oder Äpfeln, und Beeren, wie
Johannisbeeren oder Himbeeren, und anderen Nahrungsmitteln wie Pilzen
kann Zitronensäure festgestellt werden. Da Citronensäure vom Körper
vollständig verwertet wird, gilt sie als unbedenklich für die Gesundheit
eines Menschen. Bei häufigem Verzehr von Zitronensäure in Verbindung
mit Zucker fördert sie die Kariesbildung und wirkt unterstützend bei der
Entstehung von Zahnschäden.
Zitronensäure als Säuerungsmittel/Antioxidationsmittel
In
der Lebensmittelindustrie wird Zitronensäure / Citronensäure als
Säuerungsmittel, Komplexbildner, so wie als Antioxidationsmittel
verwendet. Da es sich in diesem Fall um einen Lebensmittelzusatzstoff
handelt, muss Citronensäure in der Europäischen Union mit der
europäischen Zulassungsnummer E330 auf der Produktverpackung ausgewiesen
werden.
Generell ist der Einsatz von Zitronensäure bei
Lebensmitteln gesetzlich zugelassen, unter Anderem auch bei Babynahrung,
Arzneimitteln, Kosmetika und Bio-Lebensmitteln. Eine Beschränkung
besteht nur für Lebensmittel, die unbehandelt bleiben müssen bzw. nicht
durch Zusatzstoffe verändert werden dürfen. Zudem gibt es bei manchen
Lebensmitteln eine zugelassene Höchstmenge.
Bis zum Ende des 19.
Jahrhunderts wurde die in der Lebensmittelindustrie verwandte
Zitronensäure aus dem Direktsaft von Zitrusfrüchten gewonnen.
Mittlerweile wurde ein biotechnologischer Prozess entwickelt, mit dem
sie aus Mikroorganismen hergestellt werden kann. Teilweise können dazu
gentechnisch veränderte Bestandteile verwandt werden.
Oxidationsprozesse von Lebensmitteln reduzieren
Um
Oxidationsprozesse von Lebensmitteln zu reduzieren und sicherzugehen,
dass weder Geschmack, noch Farbe oder die enthaltenen Vitamine durch
Licht- und Sauerstoffeinfluss verloren gehen, wird Zitronensäure als
Antioxidationsmittel bestimmten Lebensmitteln zugesetzt.
Citronensäure wird vor allem bei der Herstellung von Fertigprodukten
verwendet aber zum Beispiel auch Fruchtsäften, Marmeladen und
Konfitüren, Backwaren, Speiseeis und Käse zugesetzt. Da Komplexbildner
die Fähigkeit haben, Metalle und auch Schwermetalle an sich zu binden,
kann Zitronensäure gesundheitsschädigende Metalle und deren Spuren an
sich binden und die entsprechenden Lebensmittel somit als ungefährlich
definieren.
pH-Wert des Lebensmittels konstant halten
Vor
allem in Lebensmitteln, deren Geschmack fruchtig sein soll, wird
Zitronensäure als Säuerungsmittel verwendet. Sie wirkt zudem regulierend
für den Säuregehalt, so dass der gewünschte pH-Wert des Lebensmittels
konstant bleiben kann, was die Wirkung anderer Konservierungsstoffe
fördert, die im selben Lebensmittel enthalten sind. Außerdem unterstützt
diese Funktion die längere Haltbarkeit eines Produktes, da sich
Bakterien bei einem abweichenden pH-Wert schneller vermehren können.