Die unverdaulichen Bestandteile pflanzlicher Nahrungsmittel werden als Ballast-stoffe
bezeichnet. Sie vergrößern die Nahrungsmenge im Darm (ohne Energie
zu liefern) und regen die Kautätigkeit an. Somit fördern sie den
Nahrungstransport
im Darm und optimieren dadurch die Verdauung. Außerdem ist durch die Volumenvergrößerung
ein langes Sättigungsgefühl gegeben. Aufgrund ballast-stoffarmer Ernährung
leiden mittlerweile etwa jeder 2. bis 3. Bundesbürger an Verdauungsstörungen,
die sich zumeist als Darmträgheit äußern. Aus diesem Grund ist der Verkauf von Abführmitteln in den letzten 20 Jahren explosionsartig
gestiegen.
Jedoch ist klar, dass dies nur eine kurzfristige Erleichterung bringt und bei
ständigem Gebrauch Störungen im Wasser und Mineralienhaushalt zur Folge
hat. Durch den Verlust von Kalium werden sogar Verstopfungen gefördert,
da die Darmtätigkeit verringert wird. Der so entstandene Teufelskreis wird
am Besten durchbrochen, indem eine Ernährungsumstellung erfolgt, bei der
die tägliche Ballaststoffmenge auf mindestens 30g erhöht wird. Beachtlich
ist auch, dass bei Bevölkerungsgruppen mit hohem Ballaststoffkonsum
niedrige Serumcholesterin-konzentrationen zu finden waren.
Ballaststoffe sind beispielsweise:
Pflanzliche Fasern, pflanzliche Gerüstsubstanzen, Schalen und Pflanzenzellwände
Ballaststoffe sind in folgenden Lebensmitteln enthalten:
Getreidekörner, Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Trockenobst, Nüsse, Müsli
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